Oh, meine Ahnen!

Und immer noch zeigt der Krieg seine Spuren

Während die Eltern- und Großeltern die Trümmer der zerstörten Häuser wegräumten, sind WIR mit dem Aufräumen der seelischen Trümmer beschäftigt. Die Nachkriegsgenerationen blieben zwar von diesem schrecklichen Krieg verschont, doch die seelische Kriegstraumatisierung ist bis heute oft unverarbeitet und wirkt weiter.

76 Jahre ist es her – das Ende des zweiten Weltkrieges – und immer noch gibt es diese unverarbeiteten Themen, Tabus, Gefühle von Einsamkeit, Unsicherheit, Angst und Entwurzelung, Schuldgefühle, das Schweigen, die Begrenzung von Vitalität. Die Aufforderung zum Funktionieren, Still-Schweigen ist wach geblieben in folgenden Sätzen:

  • „Stell dich nicht so an, da musst du durch.“
  • „Streng dich an, sei stark, mach es allen recht, mach keine Fehler.“
  • „Mach uns nur keine Schande, was sollen die Anderen denken?“
  • „Eigenlob stinkt.“
  • „Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl.“
  • „Aus dir soll mal was Besseres werden.“
  • „Darüber spricht man (mit Fremden) nicht.“
  • „Sei lieb, sei brav!“

Der Krieg hat Spuren hinterlassen, in Handlungen, in Denkmustern und Gefühlen. Oft sind es diffuse Gefühle, die wir nicht fassen können, die uns begleiten und leiten. Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche, damit wir uns und unsere Elterngeneration verstehen und begreifen können und nicht unbewusst weitergeben, was uns unter die Haut ging.

In der stützenden Gemeinschaft der Gruppe gelingt die Verarbeitung besser als alleine. Wir laden mit diesem Seminar herzlich ein zum Handeln, was heilender ist als reden.


Leitung
  • Gabriele Stiegler
  • Diplom-Psychologin
  • Psychodrama-Therapeutin
  • Weiterbildungsleiterin
  • Barbara Winter
  • Psychodrama-Leiterin
  • Physiotherapeutin, Hamburg

Infos

  • Termin
  • 01. – 02. Oktober 2021
  • Kosten290,00 Euro
  • ZeitFreitag 10.00 – 18.00 Uhr, Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
  • OrtPsychodramaforum Berlin, Giesebrechtstraße 11, 10629 Berlin
  • LeitungGabriele Stiegler und Barbara Winter
  • Teilnahmevoraussetzungenkeine
  • Anmeldungbitte verwenden Sie das Anmeldeformular, das hier zum download zur Verfügung steht und senden Sie es per Fax oder Post an: