Grenzen setzen, Grenzen akzeptieren

mit Engagement, Mut und Humor

Die Kunst der „Stopp-Schild“-Installation: Grenzen setzen ohne Beziehungs-TÜV

Hand aufs Herz: Wir alle lieben es, „Ja“ zu sagen. Ja zur Einladung, für die wir keine Energie haben. Ja zum Projekt, das eigentlich dem Kollegen gehört. Ja dazu, fremde Erwartungen wie eine zu eng sitzende Unterhose zu tragen. Warum? Weil wir nett sind. Und weil „Nein“ sagen sich anfühlt, als würde man einem Welpen den Keks wegnehmen.

Grenzen setzen ist wie Parken in der Innenstadt

Es ist eng, erfordert Mut und alle hupen. Aber wenn man es nicht tut, steht man am Ende im Halteverbot und kriegt ein Knöllchen (in Form von Burnout oder schlechter Laune). Grenzen zu setzen heißt nicht, ein Schild mit „Hass & Feindseligkeit“ aufzustellen, sondern eher ein charmantes: „Bitte nur bis hierhin, sonst explodiere ich“. Es ist der Schutzwall, der verhindert, dass aus dem „Ich-helf-dir-gerne“ ein „Ich-hasse-alle-Menschen“ wird.

Wie sag ich’s, ohne den anderen zu grillen?

Ein gesundes „Nein“ muss nicht wie eine Kündigung klingen. Es ist ein „Ja“ zu sich selbst.

  • Statt: „Niemals! Ich hasse Ihren Kaffeeklatsch!“
  • Versuch es so: „Das klingt wunderbar, aber ich habe bereits einen festen Termin mit meinem Sofa und einer Tüte Chips.” (Respektiert die Grenze, ist ehrlich).
Grenzen akzeptieren: Das Ego-Yoga

Noch schwieriger als Grenzen zu setzen, ist es, die der anderen zu akzeptieren. Wenn mein Gegenüber „Nein“ sagt, fühlt sich das oft wie eine persönliche Beleidigung an. Aber Achtung: Wenn jemand sagt, er kann am Samstag nicht beim Umzug helfen, ist das kein Zeichen, dass er mich nicht mehr lieb hat. Es bedeutet nur: Er hat keine Lust auf Kistenschleppen. Das ist okay. Es ist sogar sehr gesund.

Das Fazit: Das Leben ist ein Einhorn-Streichelzoo

Wir müssen Grenzen setzen, damit wir nicht von den Erwartungen anderer überrannt werden. Und wir müssen Grenzen akzeptieren, damit wir anderen nicht auf den Keks gehen.

Also: Zieht die imaginäre Linie im Sand, lächelt dabei und sagt: „Ich bin heute zwar nicht dein Einhorn, aber nächste Woche vielleicht wieder.“

Wir werden Probehandeln mit dem Psychodrama, einer kräftigen Methode, mit engagierten Gruppenteilnehmer*innen und einer Leitung, die Euch hilfreich und erfahren zur Seite steht. In diesem Sinne: Grenze, wo ist dein Schrecken?!


Leitung
Portraitfoto von Gabriele Stiegler
  • Gabriele Stiegler
  • Diplom-Psychologin
  • Psychodrama-Therapeutin
  • Lehrsupervisorin
  • Coach
  • Weiterbildungsleiterin für Psychodrama seit 1994
Portraitfoto von Mihrican Çayakar
  • Mihrican Çayakar
  • Psychodrama-Leiterin seit 2013
  • Koordinatorin des Familienzentrums Michendorf
  • Staatlich anerkannte Erzieherin

Infos

  • Termin
  • 23.-24. Oktober 2026
  • Kosten320,00 Euro
  • ZeitFr 15.00-20.00 Uhr, Sa 10.00-18.30 Uhr
  • OrtPsychodramaforum Berlin, Giesebrechtstraße 11, 10629 Berlin
  • LeitungGabriele Stiegler und Mihrican Çayakar
  • Teilnahmevoraussetzungenkeine
  • Anmeldungbitte verwenden Sie das Anmeldeformular, das hier zum download zur Verfügung steht und senden Sie es per Fax oder Post an: